Alle Artikel mit dem Schlagwort: Zufriedenheit

Geschafft!

Hilfsmittel gegen die Berge des Unerledigten Burnout ist in aller Munde; Hetze und Beschleunigung stehen bei den meisten auf der Tagesordnung: wer klagt nicht über den Berg unerledigter Aufgaben? Aber was ist mit all dem, was Du schon geschafft hast? Mein Tipp: Neben der To Do-Liste eine „Geschafft“-Liste führen. Ich habe schon mit zahlreichen Systemen gearbeitet, um mich und meine Arbeit gut zu strukturieren. Jedes dieser Systeme hatte Vor- und Nachteile und ich habe irgendwann begriffen, dass ich einfach ab und an gerne meine Systeme wechsle und immer mal wieder etwas Neues ausprobiere. Und seitdem ich mir erlaube, mal alle Ordner grün haben zu wollen, im nächsten Jahr aber lieber rot, geht es mir gut mit meinen Systemwechseln. Ich habe es einfach aufgegeben, ein System zu finden, das ich stur durchziehe. Hauptsache, ich denke an alles Wesentliche Hauptsache, ich plane überhaupt – so meine Erkenntnis. Hauptsache, es macht mir Spaß, mich zu strukturieren.  Manches hat sich dennoch über Jahre bewährt – hierzu zählt meine To Do-Liste. Ich führe eine Excel-Liste, in die ich jedes unerledigte …

Geld in Beziehungen

Geld in Beziehungen Meine Mutter kam aus einer verhältnismäßig wohlhabenden Familie; mein Vater war durch den Krieg entwurzelt und ein armer Schlucker. Im Laufe ihrer Beziehung drehte sich der Spieß um: Mein Vater machte Karriere und verdiente gut; meine Mutter war „Nur-Hausfrau“ und Mutter. Ohne eigenes Einkommen. Hat das in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt? Ja, eine große. Meine Mutter bekam Haushaltsgeld zugeteilt und musste im Zweifelsfall Rechenschaft ablegen, wofür sie Geld ausgeben wollte. Mein Vater hatte immer das Gefühl, das Geld zusammen halten zu müssen. Verständlich, da er im Krieg erlebt hatte, buchstäblich alles zu verlieren. Eigenes, selbst verdientes Geld, so meine Erfahrung damals, bedeutet Unabhängigkeit und Macht in einer Beziehung. Alte neue Rollen-Modelle Heute erlebe ich Frauen und Männer zwischen altem und neuem Rollen-Modell – einerseits mit dem Anspruch, finanziell unabhängig zu sein und Haus- und Erziehungsarbeit paritätisch zu teilen. Andererseits schlägt die Wirklichkeit der gesellschaftlichen Arbeits- und Betreuungsmöglichkeiten den Frauen und Männern ein Schnippchen, spätestens, wenn Kinder da sind – es wird ihnen nicht gar nicht so leicht gemacht, alles unter einen …

Schneller, höher, weiter…

Eigentlich läuft es doch ganz gut. Gemessen an dem, was Sie sich mal vorgenommen hatten, sind Sie erfolgreich. Wichtige Ziele sind erreicht. Sie können von Ihrer Selbständigkeit leben. Sie haben erste Aufträge… Doch dann sprechen Sie mit einem Kollegen und stellen fest: Er kann bei seinen Kunden viel höhere Honorare durchsetzen als Sie. Oder Sie sehen, dass ein wichtiger Mitbewerber es geschafft hat, einen Kunden zu gewinnen, bei dem Sie gerne landen wollten. Sie stellen fest, dass andere weiter sind, sich offensichtlich besser vermarkten können, selbstbewusster verhandeln oder interessante neue Angebote haben. Machen Sie etwas falsch? Neid steigt in Ihnen hoch. Sorge. Agieren Sie am Markt vorbei? Werden Sie zukünftig weniger Erfolg haben? Die Konkurrenz im Blick Als UnternehmerIn müssen Sie den Markt und Ihre MitbewerberInnen im Blick haben. Für Ihren unternehmerischen Erfolg ist es essentiell, wichtige Entwicklungen nicht zu verpassen: Ihre Mitbewerber sind in den sozialen Medien aktiv – wie lange können sie es sich leisten, nicht dort zu sein? Gefühlt alle haben einen Blog – sollten Sie nicht auch bloggen? Ihre KollegInnen haben …

Gute Vorsätze umsetzen

Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen? Gute Vorsätze haben bei vielen einen ambivalenten Ruf. Schnell ist das eigene Scheitern mitgedacht. Das liegt daran, dass wir uns alle schon oft vorgenommen haben, mehr Sport zu machen, endlich abzunehmen, dieses Jahr die Steuererklärung früher zu machen oder die chaotische Ecke wo-auch-immer im Haus diesmal wirklich in Ordnung halten wollen. Und wir alle wissen, wie schwer es ist, im Alltag diese guten Vorsätze auch wirklich umzusetzen. Dass das so schwer ist,  hat mehrere Gründe: 1. Zu viel auf einmal Im Silvester-Überschwang, gestärkt durch die Feiertage, nimmt man sich gerne zu viel vor. Alles wollen Sie besser und anders machen: Gleich von Anfang an werden Sie diesmal alle Belege ablegen, damit kein Chaos in Ihren Akten entsteht. Sie werden alle Mails und Briefe sofort beantworten. Um das Thema Akquise werden Sie sich vorbildlich kümmern. Neue Projekte haben Sie geplant und sie werden Sie sofort angehen. Ihr Enthusiasmus in allen Ehren, doch irgendwann erlahmt die Kraft und der Alltagsschlendrian kehrt vermutlich wieder ein, wenn Sie sich so viel …

Sie bestimmen selbst, was Erfolg ist

Wer sich selbständig macht, möchte Erfolg haben. Doch wer bestimmt, wann Sie erfolgreich sind? >Was müssen Sie erreichen, damit Sie denken: Jetzt habe ich es geschafft! Genügend Kunden? Viel Geld? Dass man über Sie spricht und Sie empfiehlt? Träumen Sie insgeheim davon, dass Menschen sagen: Geh mal zu der, die ist ganz toll? Egal, was Ihnen von außen suggeriert wird. Wichtig ist, dass Sie selbst definieren, wann Sie erfolgreich sind. Wissenschaftliche Studien belegen: Wichtig ist nicht die absolute Höhe des erzielten Einkommens dafür, ob sich jemand als erfolgreich ansieht – wichtig ist vor allen Dingen die eigene persönliche Zufriedenheit. Im Klartext: Ob Sie erfolgreich sind, ist eine Frage des Maßstabs, den Sie anlegen. Und dieser entscheidet, ob Sie mit sich selbst zufrieden sind: Sie haben nur wenige Aufträge, aber eigentlich ist das gerade ganz richtig, weil Sie alles Andere noch überfordern würde? Prima! Erlauben Sie es sich. Sie verdienen nur wenig Geld, aber Ihre Selbständigkeit erfüllt Sie? Super! Auch das darf sein. Lassen Sie nicht zu, dass andere darüber urteilen, wie eine „richtige” Selbstständigkeit auszusehen …