Alle Artikel in: Selbständigkeit

In diesem Blog findest Du Infos zum Thema Selbständigkeit – Es geht um gute Organisation, Zeitmanagement, Honorare, Verhandlungen, um Unternehmer-Teams, um Konkurrenz und vieles mehr

Geschafft!

Hilfsmittel gegen die Berge des Unerledigten Burnout ist in aller Munde; Hetze und Beschleunigung stehen bei den meisten auf der Tagesordnung: wer klagt nicht über den Berg unerledigter Aufgaben? Aber was ist mit all dem, was Du schon geschafft hast? Mein Tipp: Neben der To Do-Liste eine „Geschafft“-Liste führen. Ich habe schon mit zahlreichen Systemen gearbeitet, um mich und meine Arbeit gut zu strukturieren. Jedes dieser Systeme hatte Vor- und Nachteile und ich habe irgendwann begriffen, dass ich einfach ab und an gerne meine Systeme wechsle und immer mal wieder etwas Neues ausprobiere. Und seitdem ich mir erlaube, mal alle Ordner grün haben zu wollen, im nächsten Jahr aber lieber rot, geht es mir gut mit meinen Systemwechseln. Ich habe es einfach aufgegeben, ein System zu finden, das ich stur durchziehe. Hauptsache, ich denke an alles Wesentliche Hauptsache, ich plane überhaupt – so meine Erkenntnis. Hauptsache, es macht mir Spaß, mich zu strukturieren.  Manches hat sich dennoch über Jahre bewährt – hierzu zählt meine To Do-Liste. Ich führe eine Excel-Liste, in die ich jedes unerledigte …

Gründen im Team

Drum prüfe, wer sich “ewig” bindet….. Im Team gründen klingt verführerisch: Das Risiko gemeinsam tragen. Jemanden an der Seite haben, der mitplant, mitdenkt, mitbebt. Nicht alleine sein mit allen Ängsten, Sorgen, Fragen und Gedanken. Geteiltes Leid, doppelte Freude. Geteilte Arbeit, doppelter Erfolg. Und es stimmt. Erfolgreiche Gründer-Teams berichten davon, wie konstruktiv der Austausch ist, und wie sehr sich verschiedene Kompetenzen ergänzen. Wenn einer den Kopf hängen lässt, hat der andere gerade Mut. Immer gibt es einen Partner, der Lust hat, das Konzept zu diskutieren. Ideen fliegen wie Bälle hin und her. Wenn es hektische Zeiten gibt, kann man die Arbeit verteilen. Wovor der eine Angst hat, das fällt eventuell dem anderen leichter. Es gibt also gute Gründe, nicht alleine zu gründen. In der Gründungsforschung wurden Studien durchgeführt, die nahe legen, dass Teamgründungen erfolgreicher sind als Einzelgründungen. Breit diskutiert wird die These, dass vor allen Dingen heterogene Teams davon profitieren, dass verschiedene Kompetenzen zusammen kommen und Defizite der Einzelnen ausgleichen. Ca 20 % der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) werden von Teams geleitet. Auch viele Startups …

Die Kunst, NEIN zu sagen

Am Anfang geht es vor allen Dingen um Aufträge, später um Balance….. Die Anfangsphase einer Gründung ist für fast jede*n von der Sorge geprägt, dass es nicht klappt. Geht mein Geschäftsmodell auf? Bin ich gut genug? Gibt es Menschen, die haben wollen, was ich anbiete? Und vor allen Dingen genügend viele? Wie lange wird es dauern, bis ich von meiner Selbständigkeit leben kann – bzw. wird mir das überhaupt gelingen? Eine bange Zeit und mancher hat die eine oder andere schlaflose Nacht. Das Ziel: Genügend Aufträge, genügend Kunden. Die Idee: Dann habe ich es geschafft. Dann ist es leicht. Dann fühlt sich die Selbständigkeit sicher und entspannt an. Dann beginnt eine Zeit der Leichtigkeit. Stimmt das? Ja. Natürlich. Es ist hoch-befriedigend zu merken, dass die eigene Idee ankommt. Es ist ausgesprochen beruhigend, wenn genügend Geld reinkommt und das Bankkonto im Plus ist. Es gibt einen inneren Teil, der zur Ruhe kommt, weil das Projekt Selbständigkeit gelingt. Bei den meisten. Doch selten tritt ein, was einst die Idee war: Ruhe, Frieden, Wohlgefühl und Entspannung. Denn was …

Wer geht gerne zu Visitenkartenpartys?

Oder: Wie geht gutes Netzwerken? Vor einigen Wochen waren ich in Haus Marck; das ist ein Wasserschloss südlich von Tecklenburg. Eingeladen hatte die Hausherrin, Ricarda von Diepenbrock-Grüter im Rahmen eines Unternehmerinnen-Frühstücks der IHK-Frauen. Ein wunderschöner Ort. Nette Frauen. Ein tolles Buffet. In der Sonne sitzen, plaudern und ins Grün und auf die Gräfte schauen. So gefällt mir Netzwerken. Ich liebe es, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Es gibt so viele Veranstaltungen, Vorträge, Seminare und Netzwerk-Treffen. Soll man überall hingehen? Oder nur zu den „nützlichen“? Aber welche sind das? Wie geht produktives Netzwerken? Ich habe irgendwann beschlossen, dass ich nicht überall sein kann – dann käme ich nämlich nicht mehr zum Arbeiten. Also suche ich mir die raus, die mich interessieren und bei denen ich mich wohl fühle. Frei nach dem Motto: Wenn es mir gut geht und die Energie fließt, dann passt auch was. Was macht das eine Netzwerk-Treffen angenehm, das andere nicht? Warum sind die Visitenkartenpartys bei den meisten so unbeliebt? Da kommen einige Punkte zusammen: Wenn Du zu einer solchen Veranstaltung …

Schneller, höher, weiter…

Eigentlich läuft es doch ganz gut. Gemessen an dem, was Sie sich mal vorgenommen hatten, sind Sie erfolgreich. Wichtige Ziele sind erreicht. Sie können von Ihrer Selbständigkeit leben. Sie haben erste Aufträge… Doch dann sprechen Sie mit einem Kollegen und stellen fest: Er kann bei seinen Kunden viel höhere Honorare durchsetzen als Sie. Oder Sie sehen, dass ein wichtiger Mitbewerber es geschafft hat, einen Kunden zu gewinnen, bei dem Sie gerne landen wollten. Sie stellen fest, dass andere weiter sind, sich offensichtlich besser vermarkten können, selbstbewusster verhandeln oder interessante neue Angebote haben. Machen Sie etwas falsch? Neid steigt in Ihnen hoch. Sorge. Agieren Sie am Markt vorbei? Werden Sie zukünftig weniger Erfolg haben? Die Konkurrenz im Blick Als UnternehmerIn müssen Sie den Markt und Ihre MitbewerberInnen im Blick haben. Für Ihren unternehmerischen Erfolg ist es essentiell, wichtige Entwicklungen nicht zu verpassen: Ihre Mitbewerber sind in den sozialen Medien aktiv – wie lange können sie es sich leisten, nicht dort zu sein? Gefühlt alle haben einen Blog – sollten Sie nicht auch bloggen? Ihre KollegInnen haben …

Nützliche Tools zur Selbstorganisation

Als Selbständige sind Sie frei – niemand schreibt Ihnen vor, was Sie wann wie zu tun haben. Das bedeutet gleichzeitig, selbst dafür Sorge zu tragen, dass Sie das Wichtige und Richtige zur rechten Zeit tun. Und es bedeutet, Lust und Unlust auch innerlich zu balancieren. Wie finden Sie für sich gute Ordnungen – sowohl innerlich als auch äußerlich? Welche Hilfsmittel und Tools können dabei helfen? Meine Erfahrung ist, dass Menschen sehr verschieden sind, in der Art und Weise sich zu organisieren. Daher sind nicht für alle die gleichen Lösungen die richtigen. Es braucht ein Ausprobieren, was bei Ihnen funktioniert. Oder Sie stellen fest, dass eine Lösung, die eine Weile nützlich war, nicht mehr richtig ist- weil Ihr Unternehmen gewachsen ist oder weil es neue Organisationsbedarfe gibt. Gestehen Sie sich zu, Ordnungssysteme zu wechseln. Hauptsache, sie erfüllen ihren Zweck. Was sich bei mir bewährt hat: Excel Sehr nützlich ist Excel. Dieses Programm kann unglaublich viel und ich beherrsche vermutlich nur einen Bruchteil davon, aber das stört mich nicht. Was ich an Excel liebe, ist seine Variabilität. …

Ihr Alleinstellungsmerkmal

Wie können Sie sich gut positionieren? „Alleinstellungsmerkmal“ – Die meisten Gründer und Selbständigen quält dieses Wort. Was mache ich, was einzigartig ist, noch nie da gewesen? Wie kann ich mich so markant von meiner Konkurrenz abheben, dass alle zu mir kommen? Na ja, es müssen ja gar nicht alle kommen, aber genug, so dass ich davon leben kann. Die meisten Berater hingegen lieben dieses Wort. Sie fragen gerne danach, was neu und einmalig ist an der Gründungsidee Ihres Gegenübers. Die Frage ist wichtig, aber wie lautet die Antwort auf einem Markt, wo es jedes Angebot nicht nur einmal gibt, sondern in zigfacher Ausfertigung? Je voller der Markt ist, desto größer ist die Notwendigkeit, Unterschiede sichtbar zu machen. Und viele Teil-Märkte sind dicht-gefüllt: Es wimmelt nur so von Coaches, BeraterInnen, TherapeutInnen und SupervisorInnen, die gut ausgebildet und kompetent sind. GrafikerInnen gibt es ebenfalls reichlich. Wer sich als HeilpraktikerIn selbständig macht, fragt sich gewiss selbst, wie man einen Platz finden kann auf einem dicht gefüllten Markt, wo viele, die schon lange im Geschäft sind, nicht leben können …

Hilfreiche Kritik

Sie haben eine Idee. Vielleicht ist sie super, vielleicht auch nicht. Noch gibt es in Ihnen beide Seiten: Begeisterung und Einwände. Sie sind hin und her gerissen. Am liebsten würden Sie mit Leuten über Ihre Idee sprechen. Aber Ihre Befürchtung ist, dass Ihre Idee Ihnen ausgeredet oder schlimmer noch in der Luft zerrissen wird. Mit wem können Sie sprechen und sicher sein, dass Ihnen die Rückmeldungen helfen werden? Ist es nicht wichtig, dass andere Ihnen sagen, was Blödsinn an Ihrer Idee ist? Ist es nicht sogar besser, wenn Ihre Lieben um Sie herum, Ihnen etwas ausreden, das Sie nur Zeit und Energie kostet, aber vielleicht nicht zum Erfolg führt? Ja, konstruktive Kritik ist super-hilfreich. Doch was unterscheidet Kritik, die hilfreich ist von Rückmeldungen, die Sie eher zurückwerfen? 1. Frage Welche Einladung sprechen Sie überhaupt aus? Was brauchen Sie gerade? Möchten Sie Ihre Idee erzählen oder möchten Sie die Meinung Ihres Gegenübers hören? Sind Sie gerade begeistert und wünschen sich einen Gesprächspartner, der sich mit Ihnen freut? Oder sind Sie selbst skeptisch und suchen jemanden, mit …

Sie bestimmen selbst, was Erfolg ist

Wer sich selbständig macht, möchte Erfolg haben. Doch wer bestimmt, wann Sie erfolgreich sind? >Was müssen Sie erreichen, damit Sie denken: Jetzt habe ich es geschafft! Genügend Kunden? Viel Geld? Dass man über Sie spricht und Sie empfiehlt? Träumen Sie insgeheim davon, dass Menschen sagen: Geh mal zu der, die ist ganz toll? Egal, was Ihnen von außen suggeriert wird. Wichtig ist, dass Sie selbst definieren, wann Sie erfolgreich sind. Wissenschaftliche Studien belegen: Wichtig ist nicht die absolute Höhe des erzielten Einkommens dafür, ob sich jemand als erfolgreich ansieht – wichtig ist vor allen Dingen die eigene persönliche Zufriedenheit. Im Klartext: Ob Sie erfolgreich sind, ist eine Frage des Maßstabs, den Sie anlegen. Und dieser entscheidet, ob Sie mit sich selbst zufrieden sind: Sie haben nur wenige Aufträge, aber eigentlich ist das gerade ganz richtig, weil Sie alles Andere noch überfordern würde? Prima! Erlauben Sie es sich. Sie verdienen nur wenig Geld, aber Ihre Selbständigkeit erfüllt Sie? Super! Auch das darf sein. Lassen Sie nicht zu, dass andere darüber urteilen, wie eine „richtige” Selbstständigkeit auszusehen …

Zahlen – Dein Freund und Helfer

Besser als ihr Ruf Sie haben bei vielen kein gutes Image. In Gründungsseminaren lichten sich schon mal die Reihen, wenn das Thema dran ist. Einige setzen einfach ihren Steuerberater an die Buchführung und kümmern sich nicht mehr um das Thema Zahlen. Warum ist ihr Ruf eigentlich so schlecht? Schlechter Mathe-Unterricht Sehr viele Menschen haben schlechten Mathe-Unterricht erlebt. Schlecht war dieser Unterricht insofern, als das Haupt-Fazit der Lernenden am Ende war, dass Mathematik etwas Schreckliches, schwer Begreifbares ist – gipfelnd im inneren Glaubenssatz: „Ich kann kein Mathe” oder „In Mathe war ich immer schlecht”. Unterschiedslos versackt in diesem inneren Mathe-Abgrund Prozentrechnung mit Algebra, vermischt mit Geometrie und anderen Herausforderungen. Dramatisch wird dieses Fazit, wenn Fertigkeiten, die Menschen in der Grundschule erworben haben, gleich mit in den Abgrund rutschen. Will heißen: Wer sich mit der eigenen Buchführung beschäftigt, braucht an mathematischen Fähigkeiten Plus und Minus, Mal und Geteilt. Das sollte ab der vierten Klasse sitzen. Wer wollte ernsthaft behaupten, nicht einige Zahlen addieren zu können? Zumal es heutzutage Taschenrechner gibt. Es hängt Geld daran Die Zahlen sind …