Alle Artikel in: Existenzgründung

Mach Dein Ding und bring Deine Idee zu Leuchten – Ein Blog zum Thema Existenzgründung und Unternehmensführung für alle, die selbständig sind oder werden wollen

Gründer und Gründerinnen, Selbständige, Unternehmer und Unternehmerinnen, Freiberufler und Freiberuflerinnen finden hier Nützliches, das Euch hilft, Eure Selbständigkeit erfolgreich voran zu treiben. Ihr findet Hintergrund-Informationen, Erfahrungen aus der Praxis und wertvolle Tipps zu Themen wie Selbstorganisation in der Gründung, Erfolg, Zeitmanagement, Hochbegabung, Umgang mit Rückschlägen usw.

Es geht um Ermutigung für Gründer und Gründerinnen, Unternehmer und Unternehmerinnen, das eigene Ding zu machen.

Gründen im Team

Drum prüfe, wer sich “ewig” bindet….. Im Team gründen klingt verführerisch: Das Risiko gemeinsam tragen. Jemanden an der Seite haben, der mitplant, mitdenkt, mitbebt. Nicht alleine sein mit allen Ängsten, Sorgen, Fragen und Gedanken. Geteiltes Leid, doppelte Freude. Geteilte Arbeit, doppelter Erfolg. Und es stimmt. Erfolgreiche Gründer-Teams berichten davon, wie konstruktiv der Austausch ist, und wie sehr sich verschiedene Kompetenzen ergänzen. Wenn einer den Kopf hängen lässt, hat der andere gerade Mut. Immer gibt es einen Partner, der Lust hat, das Konzept zu diskutieren. Ideen fliegen wie Bälle hin und her. Wenn es hektische Zeiten gibt, kann man die Arbeit verteilen. Wovor der eine Angst hat, das fällt eventuell dem anderen leichter. Es gibt also gute Gründe, nicht alleine zu gründen. In der Gründungsforschung wurden Studien durchgeführt, die nahe legen, dass Teamgründungen erfolgreicher sind als Einzelgründungen. Breit diskutiert wird die These, dass vor allen Dingen heterogene Teams davon profitieren, dass verschiedene Kompetenzen zusammen kommen und Defizite der Einzelnen ausgleichen. Ca 20 % der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) werden von Teams geleitet. Auch viele Startups …

Geeignet für die Selbständigkeit?

Teil 1: Wer kann unternehmerische Eignung attestieren? Eine Kundin erzählt von einem Gründungsseminar. Sie bekommt Input, sie engagiert sich – am Ende bekommt sie das Feedback, sie solle ihr Geld lieber weiterhin als Kassiererin verdienen. Sie sei als Unternehmerin ungeeignet. Wohlgemerkt – wir sprechen über eine Akademikerin. Mir bleibt die Luft weg, wenn ich solche Erzählungen höre. Auf welcher Basis erlaubt sich ein Referent nach kurzen Eindrücken innerhalb eines Seminars ein solches Urteil? Mit welcher Berechtigung maßen sich Berater an, nach kurzer Zeit über die generelle unternehmerische Eignung eines Menschen zu urteilen? Ich staune immer wieder über die Selbstverständlichkeit mit der Menschen glauben, solche Urteile fällen zu können und zu dürfen. In der Berater-Szene rühmt sich so mancher, dass er schnell einschätzen kann, ob „jemand das Zeug dazu hat“…. Andere brüsten sich unverblümt, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen: „Das sage ich jemandem offen ins Gesicht, wenn ich ihn für ungeeignet halte“ Frage: Welche Bilder von Unternehmertum und Selbständigkeit kursieren da? Was nimmt ein Berater wahr? Mit welchem Selbstverständnis ist er unterwegs, dass …

Wer geht gerne zu Visitenkartenpartys?

Oder: Wie geht gutes Netzwerken? Vor einigen Wochen waren ich in Haus Marck; das ist ein Wasserschloss südlich von Tecklenburg. Eingeladen hatte die Hausherrin, Ricarda von Diepenbrock-Grüter im Rahmen eines Unternehmerinnen-Frühstücks der IHK-Frauen. Ein wunderschöner Ort. Nette Frauen. Ein tolles Buffet. In der Sonne sitzen, plaudern und ins Grün und auf die Gräfte schauen. So gefällt mir Netzwerken. Ich liebe es, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Es gibt so viele Veranstaltungen, Vorträge, Seminare und Netzwerk-Treffen. Soll man überall hingehen? Oder nur zu den „nützlichen“? Aber welche sind das? Wie geht produktives Netzwerken? Ich habe irgendwann beschlossen, dass ich nicht überall sein kann – dann käme ich nämlich nicht mehr zum Arbeiten. Also suche ich mir die raus, die mich interessieren und bei denen ich mich wohl fühle. Frei nach dem Motto: Wenn es mir gut geht und die Energie fließt, dann passt auch was. Was macht das eine Netzwerk-Treffen angenehm, das andere nicht? Warum sind die Visitenkartenpartys bei den meisten so unbeliebt? Da kommen einige Punkte zusammen: Wenn Du zu einer solchen Veranstaltung …

Gründen ist ein hoch-kreativer Prozess

Niemals aufgeben! Unsere größte Schwäche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg besteht darin, immer wieder einen neuen Versuch zu wagen. Thomas Edison Wer sich selbständig macht, schafft etwas Neues – auch wenn es die Geschäftsidee selbst schon vielfach gibt. Selbst ein Franchise-Konzept will an einem Standpunkt neu umgesetzt werden, soll es wirtschaftlich erfolgreich sein. Jemand aber, der eine eigene Idee schafft und umsetzt, begibt sich auf einen Weg, der vergleichbar ist mit anderen schöpferischen Prozessen. Zum Finden gehören Umwege Jeder Schuss ein Treffer? Zu Suchprozessen gehört es, dass wir auch in Richtungen denken, die wir am Ende verwerfen. Edison ging als Erfinder der Glühbirne in die Geschichte ein (und er erfand noch viele andere nützliche Dinge), doch von ihm stammt auch der Satz „“Erfinden: Ein Prozent Inspiration – und 99 Prozent Transpiration“. Wer keine Fehlversuche erträgt, verfängt sich im inneren Gedankenkino. Versuch und Irrtum gehören dazu und so entwickelte Edison bahnbrechenden Erfindungen und irrte erheblich, als er auf Gleichstrom statt auf Wechselstrom setzte. Und die Zeit war auch noch nicht reif für die …

Hochbegabung und Gründung Teil III

Kreativität und Ordnung Erfolgreich ist eine gute Geschäftsidee leider nicht von selbst – irgendwo zwischen Genialität und stetigem Aufbau liegt der Geschäftserfolg. Daher gilt es, gute Strukturen zu schaffen. Manche Hochbegabte sind sehr strukturiert – andere tendieren zum kreativen Chaos. Wer zur letzten Gruppe gehört, wird Mittel und Wege finden müssen, den eigenen Tages- und Wochenablauf so zu planen, dass Wichtiges geschieht und nur Unwesentliches liegen bleibt. Es gilt, der Kreativität und den Wachstums-Impulsen Raum zu lassen – und dennoch Ordnungen zu finden. Das braucht Ausprobieren. Was ist eine gute zeitliche Ordnung? Wie können Pläne und Listen aussehen, die dafür sorgen, dass nichts Wichtiges vergessen wird? Wann ist die Planung zu eng, wann ungenügend? Man macht sich ja schließlich nicht selbständig, um Sklave der eigenen Ordnung zu werden….. Andererseits ist schon so mancher kreative „Daniel Düsentrieb“ daran gescheitert, Steuertermine im Blick zu behalten. Wer solo-selbständig ist, wird zum eigenen Chef und zum besten Mitarbeiter, zur Kreativ- und zur Marketing-Abteilung. In Personalunion sind Sie: * Chef und Führungskraft Der Chef darf die strategische Linie bestimmen. Sein …

Hochbegabung/Gründung – Herausforderungen

Hochbegabt zu sein, ist nicht nur Segen. Womit tun sich Hochbegabte schwer, wenn sie gründen? In die Welt entlassen, was nicht perfekt ist Um etwas in die Welt zu bringen und zu veröffentlichen – und dies ist bitter nötig, wenn man sich selbständig macht – braucht es Festlegungen. Wie ist der Name des Unternehmens? Mit welchen Worten soll das Angebot beschrieben werden? Was genau ist überhaupt das Angebot – und was nicht? Jede Gründung braucht die Balance zwischen Fortentwicklung und Setzung. Die Homepage sollte sich nicht täglich ändern. Eine Corporate Identity zu schaffen bedeutet, einem Unternehmen über längere Zeit ein feststehendes Gesicht zu geben. Dies fordert Entscheidungen – angesichts der Vielzahl MÖGLICHER Varianten eine echte Herausforderung für hochbegabte Gründer und Gründerinnen. Hochbegabte sind meist sehr perfektionistisch. Ihr vernetztes und anspruchsvolles Denken sucht permanent Verknüpfungen und reicht weit in die Tiefe einer Materie. Hochbegabte wissen sehr genau, dass jede Aussage eine Setzung ist. Etwas IST in der Regel nicht einfach so, sondern irgendjemand beschließt zum jetzigen Zeitpunkt, etwas so und nicht anders zu formulieren. Es könnte …

Hochbegabung und Gründung

Hochbegabte haben meist einen ziemlich eigenen Kopf. Sich anzupassen, wenn die Dinge um sie herum sub-optimal sind, fällt ihnen schwer. Lähmende Strukturen, Chefs ohne Visionen, tägliches Büro-Einerlei – das füllt Menschen nicht aus, die das Bedürfnis nach Sinn und Inspiration haben. Hochbegabt – was ist typisch? Erstmal gilt es mit einem Vorurteil aufzuräumen. Viele meinen, hochbegabt seien nur diejenigen, die eine „Insel-Begabung“ haben, die also wie Mozart oder Einstein durch stetige Genialität auf sich aufmerksam machen; Menschen, die in EINEM Bereich Bedeutsames leisten. Sie selbst kommen sich dagegen viel zu unspektakulär vor: Sie interessieren sich irgendwie für alles und sind in allem mehr oder weniger gut; nichts sticht hervor. Das Etikett „Hochbegabung“ ist ihnen peinlich. „Ich doch nicht, oder?“ In Beratungen kommen nur wenige zu mir, die wissen, dass sie hochbegabt sind. Oft entsteht bei MIR eine Mustererkennung, die mich nach dem Thema Hochbegabung fragen lässt. Es gibt Stichworte und Erzählungen, die typisch sind für Hochbegabte. Hochbegabung * Sie sind intrinsisch motiviert, d.h. sie WOLLEN lernen und sich entwickeln und denken dürfen. Jobs, die ihnen …

Ihr Alleinstellungsmerkmal

Wie können Sie sich gut positionieren? „Alleinstellungsmerkmal“ – Die meisten Gründer und Selbständigen quält dieses Wort. Was mache ich, was einzigartig ist, noch nie da gewesen? Wie kann ich mich so markant von meiner Konkurrenz abheben, dass alle zu mir kommen? Na ja, es müssen ja gar nicht alle kommen, aber genug, so dass ich davon leben kann. Die meisten Berater hingegen lieben dieses Wort. Sie fragen gerne danach, was neu und einmalig ist an der Gründungsidee Ihres Gegenübers. Die Frage ist wichtig, aber wie lautet die Antwort auf einem Markt, wo es jedes Angebot nicht nur einmal gibt, sondern in zigfacher Ausfertigung? Je voller der Markt ist, desto größer ist die Notwendigkeit, Unterschiede sichtbar zu machen. Und viele Teil-Märkte sind dicht-gefüllt: Es wimmelt nur so von Coaches, BeraterInnen, TherapeutInnen und SupervisorInnen, die gut ausgebildet und kompetent sind. GrafikerInnen gibt es ebenfalls reichlich. Wer sich als HeilpraktikerIn selbständig macht, fragt sich gewiss selbst, wie man einen Platz finden kann auf einem dicht gefüllten Markt, wo viele, die schon lange im Geschäft sind, nicht leben können …

Hilfreiche Kritik

Sie haben eine Idee. Vielleicht ist sie super, vielleicht auch nicht. Noch gibt es in Ihnen beide Seiten: Begeisterung und Einwände. Sie sind hin und her gerissen. Am liebsten würden Sie mit Leuten über Ihre Idee sprechen. Aber Ihre Befürchtung ist, dass Ihre Idee Ihnen ausgeredet oder schlimmer noch in der Luft zerrissen wird. Mit wem können Sie sprechen und sicher sein, dass Ihnen die Rückmeldungen helfen werden? Ist es nicht wichtig, dass andere Ihnen sagen, was Blödsinn an Ihrer Idee ist? Ist es nicht sogar besser, wenn Ihre Lieben um Sie herum, Ihnen etwas ausreden, das Sie nur Zeit und Energie kostet, aber vielleicht nicht zum Erfolg führt? Ja, konstruktive Kritik ist super-hilfreich. Doch was unterscheidet Kritik, die hilfreich ist von Rückmeldungen, die Sie eher zurückwerfen? 1. Frage Welche Einladung sprechen Sie überhaupt aus? Was brauchen Sie gerade? Möchten Sie Ihre Idee erzählen oder möchten Sie die Meinung Ihres Gegenübers hören? Sind Sie gerade begeistert und wünschen sich einen Gesprächspartner, der sich mit Ihnen freut? Oder sind Sie selbst skeptisch und suchen jemanden, mit …

Unsicherheit aushalten

 Wer gründet, geht neue Wege Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht. Joachim Ringelnatz Wer über neue Wege nachdenkt, muss Unsicherheit aushalten lernen. Warum? Immer wenn Sie Neues machen wollen, lösen Sie vorhandene Strukturen auf bzw. stellen sie zumindest in Frage. Sie verlassen vertraute Bahnen. Auf einmal scheint Vieles möglich – doch fehlt Ihnen (noch) das Skript, wie es genau weiter geht. Die alten Strukturen waren vielleicht einengend, langweilig und starr – aber sie gaben auch Halt. Geradlinig wussten Sie genau, wo es lang geht. Brechen die alten Sicherheiten weg oder rütteln Sie selbst an ihrer Starrheit, entsteht Weite. Auf einmal gibt es viele Möglichkeiten. Das kann beängstigend sein. Welchen Weg sollen Sie nun einschlagen? Es gibt viele Möglichkeiten, keiner ist so recht vertraut, keiner verspricht sicheren Erfolg. Der eine ist verheißungsvoller, vielleicht aber auch bedrohlicher, der nächste sicherer, aber auch langweiliger.   Sie wissen schlicht nicht, was Ihnen auf den neuen Wegen begegnen wird. Sie wissen nicht genau, wie alles geht. Sie wissen nicht, was auf Sie zukommt. Sie wissen nicht, wo …