Monate: Mai 2018

Geschafft!

Hilfsmittel gegen die Berge des Unerledigten Burnout ist in aller Munde; Hetze und Beschleunigung stehen bei den meisten auf der Tagesordnung: wer klagt nicht über den Berg unerledigter Aufgaben? Aber was ist mit all dem, was Du schon geschafft hast? Mein Tipp: Neben der To Do-Liste eine „Geschafft“-Liste führen. Ich habe schon mit zahlreichen Systemen gearbeitet, um mich und meine Arbeit gut zu strukturieren. Jedes dieser Systeme hatte Vor- und Nachteile und ich habe irgendwann begriffen, dass ich einfach ab und an gerne meine Systeme wechsle und immer mal wieder etwas Neues ausprobiere. Und seitdem ich mir erlaube, mal alle Ordner grün haben zu wollen, im nächsten Jahr aber lieber rot, geht es mir gut mit meinen Systemwechseln. Ich habe es einfach aufgegeben, ein System zu finden, das ich stur durchziehe. Hauptsache, ich denke an alles Wesentliche Hauptsache, ich plane überhaupt – so meine Erkenntnis. Hauptsache, es macht mir Spaß, mich zu strukturieren.  Manches hat sich dennoch über Jahre bewährt – hierzu zählt meine To Do-Liste. Ich führe eine Excel-Liste, in die ich jedes unerledigte …

Geld in Beziehungen

Geld in Beziehungen Meine Mutter kam aus einer verhältnismäßig wohlhabenden Familie; mein Vater war durch den Krieg entwurzelt und ein armer Schlucker. Im Laufe ihrer Beziehung drehte sich der Spieß um: Mein Vater machte Karriere und verdiente gut; meine Mutter war „Nur-Hausfrau“ und Mutter. Ohne eigenes Einkommen. Hat das in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt? Ja, eine große. Meine Mutter bekam Haushaltsgeld zugeteilt und musste im Zweifelsfall Rechenschaft ablegen, wofür sie Geld ausgeben wollte. Mein Vater hatte immer das Gefühl, das Geld zusammen halten zu müssen. Verständlich, da er im Krieg erlebt hatte, buchstäblich alles zu verlieren. Eigenes, selbst verdientes Geld, so meine Erfahrung damals, bedeutet Unabhängigkeit und Macht in einer Beziehung. Alte neue Rollen-Modelle Heute erlebe ich Frauen und Männer zwischen altem und neuem Rollen-Modell – einerseits mit dem Anspruch, finanziell unabhängig zu sein und Haus- und Erziehungsarbeit paritätisch zu teilen. Andererseits schlägt die Wirklichkeit der gesellschaftlichen Arbeits- und Betreuungsmöglichkeiten den Frauen und Männern ein Schnippchen, spätestens, wenn Kinder da sind – es wird ihnen nicht gar nicht so leicht gemacht, alles unter einen …