Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gründung

Das liebe Geld….

Geld ist immer das Ergebnis Deiner Überzeugungen, Entscheidungen, Gedanken und Gefühle über Geld   Wer sich selbständig macht, will schnell möglichst viel Geld verdienen – würden vermutlich die meisten annehmen. Faktisch ist das Verhältnis von Gründern und Gründerinnen zum Geld erheblich komplexer Geld ist alles andere als etwas Nüchternes. Am Geld kleben Gefühle, Erinnerungen, Vorschriften, Glaubenssätze und Erwartungen, die uns meist nur undeutlich bewusst sind. Wir beklagen vielleicht unsere „Irrationalität“ im Umgang mit Geld, wenn wir uns Luxus-Käufe leisten, das Konto wieder mal überzogen ist oder wenn wir etwas unbedingt haben wollten und gekauft haben, was sich zuhause dann als Fehlkauf entpuppt. Doch nicht nur beim Geld ausgeben und Geld verwalten spielen Gefühle eine große Rolle, auch beim Geld verdienen. Je nachdem, welche Vorstellungen wir mit dem „Geld haben“ und „Geld bekommen“ verbinden, fällt es uns leicht oder schwer, es zu uns einzuladen. Schließe für einen Moment die Augen und frage Dich, was Du mit dem Wort „reich“ verbindest. Sind Deine Assoziationen positiv? Verbindest Du Fülle und Vermögen mit diesem Begriff? Oder kommen negative Bilder …

Geeignet für die Selbständigkeit?

Teil 1: Wer kann unternehmerische Eignung attestieren? Eine Kundin erzählt von einem Gründungsseminar. Sie bekommt Input, sie engagiert sich – am Ende bekommt sie das Feedback, sie solle ihr Geld lieber weiterhin als Kassiererin verdienen. Sie sei als Unternehmerin ungeeignet. Wohlgemerkt – wir sprechen über eine Akademikerin. Mir bleibt die Luft weg, wenn ich solche Erzählungen höre. Auf welcher Basis erlaubt sich ein Referent nach kurzen Eindrücken innerhalb eines Seminars ein solches Urteil? Mit welcher Berechtigung maßen sich Berater an, nach kurzer Zeit über die generelle unternehmerische Eignung eines Menschen zu urteilen? Ich staune immer wieder über die Selbstverständlichkeit mit der Menschen glauben, solche Urteile fällen zu können und zu dürfen. In der Berater-Szene rühmt sich so mancher, dass er schnell einschätzen kann, ob „jemand das Zeug dazu hat“…. Andere brüsten sich unverblümt, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen: „Das sage ich jemandem offen ins Gesicht, wenn ich ihn für ungeeignet halte“ Frage: Welche Bilder von Unternehmertum und Selbständigkeit kursieren da? Was nimmt ein Berater wahr? Mit welchem Selbstverständnis ist er unterwegs, dass …

Wer geht gerne zu Visitenkartenpartys?

Oder: Wie geht gutes Netzwerken? Vor einigen Wochen waren ich in Haus Marck; das ist ein Wasserschloss südlich von Tecklenburg. Eingeladen hatte die Hausherrin, Ricarda von Diepenbrock-Grüter im Rahmen eines Unternehmerinnen-Frühstücks der IHK-Frauen. Ein wunderschöner Ort. Nette Frauen. Ein tolles Buffet. In der Sonne sitzen, plaudern und ins Grün und auf die Gräfte schauen. So gefällt mir Netzwerken. Ich liebe es, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Es gibt so viele Veranstaltungen, Vorträge, Seminare und Netzwerk-Treffen. Soll man überall hingehen? Oder nur zu den „nützlichen“? Aber welche sind das? Wie geht produktives Netzwerken? Ich habe irgendwann beschlossen, dass ich nicht überall sein kann – dann käme ich nämlich nicht mehr zum Arbeiten. Also suche ich mir die raus, die mich interessieren und bei denen ich mich wohl fühle. Frei nach dem Motto: Wenn es mir gut geht und die Energie fließt, dann passt auch was. Was macht das eine Netzwerk-Treffen angenehm, das andere nicht? Warum sind die Visitenkartenpartys bei den meisten so unbeliebt? Da kommen einige Punkte zusammen: Wenn Du zu einer solchen Veranstaltung …

Dein innerer Kritiker

Sie stehen in den Startlöchern, sich selbständig zu machen? Sie sind selbständig und denken über neue Projekte und Geschäftszweige nach? Sie sind DesignerIn, MusikerIn, AutorIn oder KünstlerIn und Ihr Job ist die Produktion und Gestaltung kreativer Ideen? Genial oder ein Flop? Alle, die etwas Neues erschaffen – ob im Bereich Kunst oder Musik, als UnternehmerIn oder als Führungskraft – kennen die innere Frage: Ist das genial, was ich hier tue – oder wird das ein großer Flop? Bevor wir mit Neuem in die Welt gehen, findet in uns ein innerer Abwägungsprozess statt. Wir versuchen abzuschätzen, ob unser Tun gut ankommen wird. Aus ganz handfesten Gründen, weil wir Geld verdienen wollen mit einer Idee, einen Auftraggeber zufrieden stellen wollen oder weil uns Inhalte am Herzen liegen. Aber auch weil wir etwas von uns hinein geben in ein Werk. Sie stecken selbst in dem, was Sie in die Welt bringen wollen – sei es ein Theaterstück, Ihre Kunst oder Ihre Selbständigkeit. Sie nehmen etwas von sich, formen es und geben sich hinein in Ihr Tun und Ihr …

Gründen ist ein hoch-kreativer Prozess

Niemals aufgeben! Unsere größte Schwäche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg besteht darin, immer wieder einen neuen Versuch zu wagen. Thomas Edison Wer sich selbständig macht, schafft etwas Neues – auch wenn es die Geschäftsidee selbst schon vielfach gibt. Selbst ein Franchise-Konzept will an einem Standpunkt neu umgesetzt werden, soll es wirtschaftlich erfolgreich sein. Jemand aber, der eine eigene Idee schafft und umsetzt, begibt sich auf einen Weg, der vergleichbar ist mit anderen schöpferischen Prozessen. Zum Finden gehören Umwege Jeder Schuss ein Treffer? Zu Suchprozessen gehört es, dass wir auch in Richtungen denken, die wir am Ende verwerfen. Edison ging als Erfinder der Glühbirne in die Geschichte ein (und er erfand noch viele andere nützliche Dinge), doch von ihm stammt auch der Satz „“Erfinden: Ein Prozent Inspiration – und 99 Prozent Transpiration“. Wer keine Fehlversuche erträgt, verfängt sich im inneren Gedankenkino. Versuch und Irrtum gehören dazu und so entwickelte Edison bahnbrechenden Erfindungen und irrte erheblich, als er auf Gleichstrom statt auf Wechselstrom setzte. Und die Zeit war auch noch nicht reif für die …

Hochbegabung/Gründung – Herausforderungen

Hochbegabt zu sein, ist nicht nur Segen. Womit tun sich Hochbegabte schwer, wenn sie gründen? In die Welt entlassen, was nicht perfekt ist Um etwas in die Welt zu bringen und zu veröffentlichen – und dies ist bitter nötig, wenn man sich selbständig macht – braucht es Festlegungen. Wie ist der Name des Unternehmens? Mit welchen Worten soll das Angebot beschrieben werden? Was genau ist überhaupt das Angebot – und was nicht? Jede Gründung braucht die Balance zwischen Fortentwicklung und Setzung. Die Homepage sollte sich nicht täglich ändern. Eine Corporate Identity zu schaffen bedeutet, einem Unternehmen über längere Zeit ein feststehendes Gesicht zu geben. Dies fordert Entscheidungen – angesichts der Vielzahl MÖGLICHER Varianten eine echte Herausforderung für hochbegabte Gründer und Gründerinnen. Hochbegabte sind meist sehr perfektionistisch. Ihr vernetztes und anspruchsvolles Denken sucht permanent Verknüpfungen und reicht weit in die Tiefe einer Materie. Hochbegabte wissen sehr genau, dass jede Aussage eine Setzung ist. Etwas IST in der Regel nicht einfach so, sondern irgendjemand beschließt zum jetzigen Zeitpunkt, etwas so und nicht anders zu formulieren. Es könnte …

Hochbegabung und Gründung

Hochbegabte haben meist einen ziemlich eigenen Kopf. Sich anzupassen, wenn die Dinge um sie herum sub-optimal sind, fällt ihnen schwer. Lähmende Strukturen, Chefs ohne Visionen, tägliches Büro-Einerlei – das füllt Menschen nicht aus, die das Bedürfnis nach Sinn und Inspiration haben. Hochbegabt – was ist typisch? Erstmal gilt es mit einem Vorurteil aufzuräumen. Viele meinen, hochbegabt seien nur diejenigen, die eine „Insel-Begabung“ haben, die also wie Mozart oder Einstein durch stetige Genialität auf sich aufmerksam machen; Menschen, die in EINEM Bereich Bedeutsames leisten. Sie selbst kommen sich dagegen viel zu unspektakulär vor: Sie interessieren sich irgendwie für alles und sind in allem mehr oder weniger gut; nichts sticht hervor. Das Etikett „Hochbegabung“ ist ihnen peinlich. „Ich doch nicht, oder?“ In Beratungen kommen nur wenige zu mir, die wissen, dass sie hochbegabt sind. Oft entsteht bei MIR eine Mustererkennung, die mich nach dem Thema Hochbegabung fragen lässt. Es gibt Stichworte und Erzählungen, die typisch sind für Hochbegabte: * Sie sind intrinsisch motiviert, d.h. sie WOLLEN lernen und sich entwickeln und denken dürfen. Jobs, die ihnen zu …

Persönlich

Wer selbständig ist oder es vielleicht werden möchte, steht vor der Herausforderung sich etwas zu trauen, an die eigene Idee und Vision zu glauben, neue Schritte zu wagen. Er oder sie muss sich komplett neu organisieren – innerlich wie äußerlich. Erwachsen werden. Dieser Prozess fasziniert mich. Mich interessiert es, wie sich fachliche und unternehmerische Fragen mit diesem Wachstmsprozess verbinden müssen, damit Menschen für sich eine tragfähige Selbständigkeit schaffen und andererseits persönlich zufrieden sind. Ich bin Berufswegberaterin und Unternehmensberaterin, Soziologin und systemische Therapeutin. Seit Jahren berate ich Menschen, die sich beruflich neu auf den Weg machen – und ein großer Teil der Beratungen dreht sich um das Thema Gründung und Selbständigkeit. Ich berate Menschen dabei herauszufinden, womit sie sich selbständig machen wollen, ob eine Gründung für sie das richtige ist, wie das überhaupt geht, das Gründen wie man sein Unternehmen aufbaut, Kunden findet, Akquise macht, die Webseite gestaltet einen Businessplan schreibt und die Idee rechnet, an Fördergelder kommt wie man mit dem ganzen inneren Gefühls-Wirrwarr in der Zeit des Gründens umgeht – und mit dem ganzen …

Sie bestimmen selbst, was Erfolg ist

Wer sich selbständig macht, möchte Erfolg haben. Doch wer bestimmt, wann Sie erfolgreich sind? >Was müssen Sie erreichen, damit Sie denken: Jetzt habe ich es geschafft! Genügend Kunden? Viel Geld? Dass man über Sie spricht und Sie empfiehlt? Träumen Sie insgeheim davon, dass Menschen sagen: Geh mal zu der, die ist ganz toll? Egal, was Ihnen von außen suggeriert wird. Wichtig ist, dass Sie selbst definieren, wann Sie erfolgreich sind. Wissenschaftliche Studien belegen: Wichtig ist nicht die absolute Höhe des erzielten Einkommens dafür, ob sich jemand als erfolgreich ansieht – wichtig ist vor allen Dingen die eigene persönliche Zufriedenheit. Im Klartext: Ob Sie erfolgreich sind, ist eine Frage des Maßstabs, den Sie anlegen. Und dieser entscheidet, ob Sie mit sich selbst zufrieden sind: Sie haben nur wenige Aufträge, aber eigentlich ist das gerade ganz richtig, weil Sie alles Andere noch überfordern würde? Prima! Erlauben Sie es sich. Sie verdienen nur wenig Geld, aber Ihre Selbständigkeit erfüllt Sie? Super! Auch das darf sein. Lassen Sie nicht zu, dass andere darüber urteilen, wie eine „richtige“ Selbstständigkeit auszusehen …

Aufbruch ins Ungewisse

Wer gründet, weiß mitunter nicht genau, wo’s lang geht Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein Unternehmen gründen wollen oder wenn Sie schon längst Unternehmerin sind? Legen Sie Ihre Ziele fest, planen die zur Erreichung nötigen Schritte – und dann gehen Sie den geplanten Weg? Was machen erfolgreiche UnternehmerInnen? In den letzten Jahren machte ein neuer Ansatz namens „Effectuation“ in der Gründungsforschung von sich reden. 10 Jahre hatte eine indisch-stämmige Amerikanerin namens Saras Sarasvathy zu der Frage geforscht: Wie denken und handeln erfolgreiche Unternehmer? Ihre Ergebnisse sorgten für Überraschung in der Fachwelt. Nicht planvolles Handeln erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor, sondern die Fähigkeit, mit Ungewissheit umzugehen. Warum Ungewissheit? Unsere Umwelt ist komplex und nicht vorhersagbar. Unternehmen schaffen die Märkte manchmal erst, in denen sie sich dann bewegen. Solange es ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht gibt, kann im Grunde niemand mit Gewissheit vorhersagen, wie der Markt reagieren wird. Es gilt also zu handeln, ohne den Erfolg genau prognostizieren zu können. Es zeigte sich: Erfolgreiche UnternehmerInnen nehmen Gelegenheiten wahr. Sie haben eine Vision, wo Sie hin …