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Schneller, höher, weiter…

Eigentlich läuft es doch ganz gut. Gemessen an dem, was Sie sich mal vorgenommen hatten, sind Sie erfolgreich. Wichtige Ziele sind erreicht. Sie können von Ihrer Selbständigkeit leben. Sie haben erste Aufträge… Doch dann sprechen Sie mit einem Kollegen und stellen fest: Er kann bei seinen Kunden viel höhere Honorare durchsetzen als Sie. Oder Sie sehen, dass ein wichtiger Mitbewerber es geschafft hat, einen Kunden zu gewinnen, bei dem Sie gerne landen wollten. Sie stellen fest, dass andere weiter sind, sich offensichtlich besser vermarkten können, selbstbewusster verhandeln oder interessante neue Angebote haben. Machen Sie etwas falsch? Neid steigt in Ihnen hoch. Sorge. Agieren Sie am Markt vorbei? Werden Sie zukünftig weniger Erfolg haben? Die Konkurrenz im Blick Als UnternehmerIn müssen Sie den Markt und Ihre MitbewerberInnen im Blick haben. Für Ihren unternehmerischen Erfolg ist es essentiell, wichtige Entwicklungen nicht zu verpassen: Ihre Mitbewerber sind in den sozialen Medien aktiv – wie lange können sie es sich leisten, nicht dort zu sein? Gefühlt alle haben einen Blog – sollten Sie nicht auch bloggen? Ihre KollegInnen haben …

Hochbegabung und Gründung Teil III

Kreativität und Ordnung Erfolgreich ist eine gute Geschäftsidee leider nicht von selbst – irgendwo zwischen Genialität und stetigem Aufbau liegt der Geschäftserfolg. Daher gilt es, gute Strukturen zu schaffen. Manche Hochbegabte sind sehr strukturiert – andere tendieren zum kreativen Chaos. Wer zur letzten Gruppe gehört, wird Mittel und Wege finden müssen, den eigenen Tages- und Wochenablauf so zu planen, dass Wichtiges geschieht und nur Unwesentliches liegen bleibt. Es gilt, der Kreativität und den Wachstums-Impulsen Raum zu lassen – und dennoch Ordnungen zu finden. Das braucht Ausprobieren. Was ist eine gute zeitliche Ordnung? Wie können Pläne und Listen aussehen, die dafür sorgen, dass nichts Wichtiges vergessen wird? Wann ist die Planung zu eng, wann ungenügend? Man macht sich ja schließlich nicht selbständig, um Sklave der eigenen Ordnung zu werden….. Andererseits ist schon so mancher kreative „Daniel Düsentrieb“ daran gescheitert, Steuertermine im Blick zu behalten. Wer solo-selbständig ist, wird zum eigenen Chef und zum besten Mitarbeiter, zur Kreativ- und zur Marketing-Abteilung. In Personalunion sind Sie: * Chef und Führungskraft Der Chef darf die strategische Linie bestimmen. Sein …

Hochbegabung/Gründung – Herausforderungen

Hochbegabt zu sein, ist nicht nur Segen. Womit tun sich Hochbegabte schwer, wenn sie gründen? In die Welt entlassen, was nicht perfekt ist Um etwas in die Welt zu bringen und zu veröffentlichen – und dies ist bitter nötig, wenn man sich selbständig macht – braucht es Festlegungen. Wie ist der Name des Unternehmens? Mit welchen Worten soll das Angebot beschrieben werden? Was genau ist überhaupt das Angebot – und was nicht? Jede Gründung braucht die Balance zwischen Fortentwicklung und Setzung. Die Homepage sollte sich nicht täglich ändern. Eine Corporate Identity zu schaffen bedeutet, einem Unternehmen über längere Zeit ein feststehendes Gesicht zu geben. Dies fordert Entscheidungen – angesichts der Vielzahl MÖGLICHER Varianten eine echte Herausforderung für hochbegabte Gründer und Gründerinnen. Hochbegabte sind meist sehr perfektionistisch. Ihr vernetztes und anspruchsvolles Denken sucht permanent Verknüpfungen und reicht weit in die Tiefe einer Materie. Hochbegabte wissen sehr genau, dass jede Aussage eine Setzung ist. Etwas IST in der Regel nicht einfach so, sondern irgendjemand beschließt zum jetzigen Zeitpunkt, etwas so und nicht anders zu formulieren. Es könnte …

Hochbegabung und Gründung

Hochbegabte haben meist einen ziemlich eigenen Kopf. Sich anzupassen, wenn die Dinge um sie herum sub-optimal sind, fällt ihnen schwer. Lähmende Strukturen, Chefs ohne Visionen, tägliches Büro-Einerlei – das füllt Menschen nicht aus, die das Bedürfnis nach Sinn und Inspiration haben. Hochbegabt – was ist typisch? Erstmal gilt es mit einem Vorurteil aufzuräumen. Viele meinen, hochbegabt seien nur diejenigen, die eine „Insel-Begabung“ haben, die also wie Mozart oder Einstein durch stetige Genialität auf sich aufmerksam machen; Menschen, die in EINEM Bereich Bedeutsames leisten. Sie selbst kommen sich dagegen viel zu unspektakulär vor: Sie interessieren sich irgendwie für alles und sind in allem mehr oder weniger gut; nichts sticht hervor. Das Etikett „Hochbegabung“ ist ihnen peinlich. „Ich doch nicht, oder?“ In Beratungen kommen nur wenige zu mir, die wissen, dass sie hochbegabt sind. Oft entsteht bei MIR eine Mustererkennung, die mich nach dem Thema Hochbegabung fragen lässt. Es gibt Stichworte und Erzählungen, die typisch sind für Hochbegabte: * Sie sind intrinsisch motiviert, d.h. sie WOLLEN lernen und sich entwickeln und denken dürfen. Jobs, die ihnen zu …

Wie misst man Qualität?

Sie sinken in das Hotelbett; es ist angenehm weich. Der Raum ist schön eingerichtet; das Badezimmer ist modern und sauber. Der Blick aus dem Fenster geht ins Grüne. Sie merken sofort: Hier werden Sie sich wohl fühlen. Ja, so wünschen wir uns das, wenn wir ein Hotel buchen. Aber was machen Sie im Vorhinein, also bevor Sie los fahren, um eine Idee zu bekommen, was das richtige Hotel ist, dass Ihnen dieses Erlebnis bescheren wird? Sie sind ja noch nicht dort gewesen, sondern müssen beim Buchen die Zukunft irgendwie vorhersehen? Woran können Sie ablesen, ob Sie die Qualität erwartet, die Sie sich wünschen? Qualitätssurrogate nennt Herman Scherer das, was wir suchen – Anzeichen, die es Ihnen ermöglichen die Qualität einer Dienstleistung einzuschätzen, bevor Sie sich persönlich ein Bild machen können: * Sie können nach Sternen entscheiden – z.B. mindestens 3 Stern oder 4 Sterne… Doch ein Garant sind die Sterne nicht, denn so manches eigentliche eher schäbige Hotel hat den Stern bekommen, weil es noch einen Flachbildschirm und einen Wasserkocher ins Zimmer gestellt hat. Ein …

König Kunde war einmal

Fasziniert versuche ich zu ergründen, was für kleine Apparate im Supermarkt direkt neben dem Eingang hängen. Oben drüber ein Bildschirm, der Erläuterungen gibt – in Flämisch, denn ich bin in Brügge, in einem belgischen Supermarkt. Irgendwann habe ich das System begriffen: Die Kunden scannen selbst und zwar während sie einkaufen gehen. An der Kasse kommen sie dann mit vollem Einkaufswagen oder Tüte an und übergeben der Kassiererin den Scanner, die nun nur noch das Geld einkassiert. Damit das System funktioniert, muss den Kunden einerseits – via Bildschirm und Erläuterungen – erklärt werden, wie sie scannen bzw. was sie tun müssen, wenn z.B. ein Nachlass abgezogen werden muss. Andererseits hängen über der Kasse große Schilder, die betonen, dass sich der Markt Überprüfungen vorbehält. Klar: Die Verführung, den einen oder anderen Artikel zu „vergessen“, könnte ja groß sein. Es gibt noch Kassen, an denen Verkäuferinnen scannen, doch das neue System wird rege genutzt. Wieso machen wir das mit? Wieso machen wir die Arbeit und sorgen selbst dafür, dass immer mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren? Das ist offensichtliches …